Blick in die Galerie B


Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Blätter färben sich, die Kürbisse sind geerntet, die Weinlese beginnt, der Herbst ist da! Und die Kunst hat ja glücklicherweise zu jeder Jahreszeit Saison. Natur spielt jedoch eine wichtige Rolle in den aktuell ausgestellten Kunstobjekten aus Glas in der Galerie B, die noch bis Ende Oktober gezeigt werden.
Langsam neigt sich das Jubiläum "20 Jahre Galerie B" dem Ende zu. Vielleicht haben Sie ja die Gelegenheit, einen Ausflug ins farbenfrohe Rebland zu machen und auf dem Weg die aktuelle Ausstellung in Sinzheim/Baden-Baden zu besuchen.
Ich wünsche Ihnen viel Freude und Anregungen beim Lesen des neuen Newsletters.

Herzliche Grüße,

Ihre

Barbara Koppelstätter

Aktuelle Ausstellung

Nicole Chesney, Bernard Dejonghe und Colin Reid,
17. Juli verlängert bis 31. Oktober 2012

Nicole Chesney - Rising Natur ist das große Thema dieser drei internationalen Künstler. Glas dient der Amerikanerin Nicole Chesney als Leinwand. „Wie Nebel, der in der Luft hängt und Wolken, die über den Himmel ziehen“, beschreibt die Künstlerin selbst ihre Arbeiten. Sie tupft Farbe auf sandgestrahltes Spiegelglas, danach verwischt sie die Pigmente wieder mit Seidenpapier. Auch dem aus Frankreich stammenden Künstler Bernard Dejonghe dient die Natur als Inspirationsquelle, vor allem seine Expeditionen in die Sahara. Klare geometrische Formen, Kreise, Dreiecke, vertikale und horizontale Linien, bestimmen seine Arbeiten. Bill Gates hat für seine Sammlung zwei davon erworben. Der bekannte Engländer Colin Reid holt sich seine Anregungen mitunter in Botanischen Gärten, formt Blätter aus Glas, die er als massive Tischplatten auf Stahlfüße legt. Reids Skulpturen schöpfen oft aus dem Kontrast zwischen den beiden Materialien Glas und Stahl ihre aparte Schönheit.
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Vorschau

Drei Pioniere: Erwin Eisch – Paolo Martinuzzi – Ann Wolff
12. November bis Ende März 2013

Alle drei sind Wegbereiter der zeitgenössischen Kunst aus Glas: Der Künstler Erwin Eisch war einer der Mitbegründer der Studioglasbewegung, die 1962 in Amerika ihren Anfang nahm. Als Vorreiter dieser Bewegung etablierte er Glas als Kunstmedium in Europa. Die Studioglasbewegung ermöglichte es den Künstlern erstmals Glas selbst in kleinen Öfen zu brennen und damit als Material für ihre Werke zu verwenden, unabhängig von den großen Öfen und Glashütten.

Erwin Eisch wurde 1927 in Frauenau im Bayerischen Wald in eine Glasmacher-Familie geboren. Als Glaskünstler von Weltrang hat Eisch einem der ältesten Werkstoffe immer wieder neue Formen und Inhalte buchstäblich „eingeblasen“. Inzwischen steht die Malerei im Vordergrund, die ihn jedoch neben den Skulpturen und Objekten aus Glas immer schon beschäftigt hat. Mal figurativ, mal abstrakt verwischen sich bei Eischs Werk die Grenzen.

Nicole Chesney, Bernard Dejonghe und Colin ReidAuch Ann Wolff machte als eine der Gründerinnen der internationalen Studioglasbewegung bereits Ende der 60er Jahre weltweit auf sich aufmerksam. In ihrer 50 Jahre langen Karriere hat die Bildhauerin immer wieder Werke geschaffen, die zum Nachdenken anregen. Jetzt wurde die 1937 in Lübeck geborene und lange in Schweden lebende Künstlerin in Straßburg mit dem europäischen Kulturpreis für ihr Gesamtwerk geehrt. Sie hat sich ein Leben lang mit dem Material Glas beschäftigt. Weiblichkeit und Behausung sind immer wieder Themen, die bei ihr eine große Rolle spielen. Meist sind ihre Objekte einfarbig, oft in warmen Erdtönen gehalten. Sie strahlen Ruhe und Kraft aus. Ann Wolff hat das Glas in verschiedenen Aggregatszuständen bearbeitet, geformt, gegossen, bemalt. Mal kamen dabei abstrakte Objekte heraus, mal Figuren, die Geschichten erzählen.

Paolo Martinuzzi, ebenfalls einer der Pioniere in Sachen Glaskunst, ritzt Figuren auf Klarglas. Manchmal verwendet er alte Fensterscheiben und graviert darauf Menschen. Immer steht der Mensch im Mittelpunkt seiner Arbeit. Seine Gesichter und Figuren erzählen Bände. Martinuzzi, der im kommenden Jahr seinen 80. Geburtstag feiern wird, kombiniert frei geblasene Glasformen, die er mit dem Stahlstift graviert. Diese Objekte stellt er auf Sockel aus Eisen und Holz. Die Werke des Venezianers, der seit Jahrzehnten zwischen Deutschland und Italien pendelt, gelten in ihrer Strenge als Antwort auf manche Auswüchse in Murano.

Buch-Tipp

Erwin Eich „Wolken waren schon immer mein letzter Halt – Glas und Bilder“ heißt ein neues, soeben publiziertes Buch, in dem die Arbeit von Erwin Eisch vorgestellt wird. Diese Monografie mit über hundert Abbildungen macht das teils poetische und teils kritische Werk dieses Pioniers der internationalen Studioglasbewegung erstmals in seiner ganzen Breite zugänglich. Mit seiner kompromisslosen Individualität ist Erwin Eisch ein "Solitär" in der Kunstlandschaft. Das Buch zeigt, wie sein Werk in Glas, Malerei, Zeichnung und Druckgrafik die Trennungen zwischen Bild und Skulptur, Gegenständlichkeit und Abstraktion, Kunstschaffen und Lebensphilosophie überwindet. Der farbenprächtige Band besticht durch eindrucksvolle Bilder. Neben Kunsthistorikern und Wegbegleitern aus Deutschland, England und den USA kommt auch der Künstler selbst zu Wort. Fazit: Gehört in jeden Bücherschrank echter Glaskunstliebhaber!

Erwin Eisch. Wolken waren schon immer mein letzter Halt – Glas und Bilder
Hrsg. von Ines Kohl, Katharina Eisch-Angus, Karin Schrott (Deutsch/Englisch)
Hirmer Verlag, München, ISBN 978-3-7774-5381-1

Krebsnachsorgeklinik Tannheim


Die Diagnose ist ein Schock, die Behandlung eine große Belastung für die ganze Familie. Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, dann braucht es sehr viel Fürsorge. Mehrere Chemotherapien, monatelange Klinikaufenthalte, das zehrt an allen Kräften. Aber nicht nur der Patient, sondern die Familie benötigt Hilfe. 1984 begann Diplom- Pädagoge Roland Wehrle eine familienorientierte Nachsorge zu fordern.
Krebsnachsorgeklinik Tannheim „Es ist der einzigartigen Solidarität der Bürger zu verdanken, dass wir dieses Projekt verwirklichen konnten. Viele Menschen haben dieses Haus gebaut“, berichtet Wehrle. Der Weg bis zur Grundsteinlegung der Krebsnachsorgeklinik Tannheim war weit und steinig. Als sie 1997 eingeweiht wurde, waren alle Beteiligten überglücklich. Über 8000 Patiente und Familienangehörige konnten seither behandelt werden und nach einer schwierigen Phase wieder Zuversicht schöpfen.
600.000 Euro Spenden benötigt die Nachsorgeklinik jährlich, um ihren Betrieb aufrecht zu erhalten. Zum Jubiläum der Galerie B haben die Galerie und deren Freunde 4000 Euro Spenden für die Krebsnachsorgeklinik in Tannheim gesammelt.
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Gourmet-Tipp

Restaurant Alde Gott in Neuweier

Restaurant Alde Gott in Neuweier Wilfried Serr ist Koch mit Leib und Seele. Seit 1978 betreibt er gemeinsam mit seiner Ehefrau das Feinschmeckerlokal „Alde Gott“ in Neuweier. Für das köstliche acht Gänge Menü sollte man sich mehrere Stunden Zeit nehmen. Nicht nur der Gaumen wird erfreut: auch der Blick kann entspannt über das herrliche Rheintal wandern oder sich an den farblich raffiniert abgestimmten Gerichten erfreuen. Mit viel Liebe und Engagement unterhält Familie Serr das gemütliche Landhaus inmitten herrlicher Weinberge.
Im Herbst zieht es Serr auch häufig nach draußen. Er sammelt selbst Morcheln und Kräuter, die er seinen Gästen frisch zubereitet. Schlagerstar Udo Jürgens, Sänger Reinhard Mey, Ex-Boxer Bubi Scholz und Politiker Vaclav Havel ließen sich hier schon verwöhnen und haben die hervorragenden Speisen genossen. Abwechslungsreiche drei bis vier Gang Mittagsmenüs gibt es schon ab 35 Euro!

Zum Alde Gott - Weinstr. 10 - 76534 in Baden-Baden / Neuweier
Telefon: 07223 5513
Mittags: 12 bis 14 Uhr, abends 18.30 bis 22 Uhr.
Ruhetage: Donnerstags ganztägig und Freitags bis 18.30Uhr

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Wein-Tipp


Weinbau Christoph Das Hoch Christoph sorgte im September noch einmal für reichlich Sonne und vergoldet den meteorologischen Herbstbeginn. Somit haben auch die Trauben vom Weinbau Christoph noch sehr schön reifen können. Ein guter und besonderer Wein steht dieses Jahr ins Haus. Zwischen den Rebstöcken wird es nun zur Weinlese laut und umtriebig: fleißige Helfer ernten die süßen Trauben und schon bald gibt es den neuen Jahrgang Riesling und Klosterpförtle. Leicht perlend entfaltet sich der spritzige Riesling von Weinbau Christoph zu einer wahren Freude.
Neben dem Riesling gehört der Klosterpförtle zum Spitzenprodukt des Weinbau Christoph. Diese ausbalancierte Cuvée aus Weißburgunder, Riesling und Rivaner hat einen kräftigen, fruchtigen Geschmack. Diese Weine gelten als Geheimtipp in der Branche. Die Rebflächen befinden sich in Neuweier (Altenberg) am Fuße der Yburg.
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