Michèle Perozeni

 
"Wie eine versteinerte Welt aus Licht und gefrorenem Wasser"

Michèle Perozeni besetzt seit vielen Jahren eine herausragende Position beim Glas der Gegenwart in Frankreich. Die Künstlerin ist Professorin an der Kunstakademie in Straßburg. Ihr Werk steht häufig für eine sensible Annäherung an die Natur, deren geheimen Pulsschlag sie aufzeigen will. Ihre aufwendigen Pate-de-Verre-Arbeiten sind nicht zuletzt in der technischen Umsetzung Meisterwerke.

Carole Andréani schreibt in der Zeitschrift "La revue de la céramique et verre" über Michèle Perozeni: " Die lichtdurchlässigen und vieldeutigen Skulpturen erwecken in uns die Vorstellung einer versteinerten Welt aus Licht und gefrorenem Wasser, die absolut unbewohnt ist. Die Künstlerin versucht zu Universum und Raum einen Bezug herzustellen. Es erscheint wie eine Verbindung zu der Zeit, die vergeht.

Wir entdecken eine Symbiose mit Formen, die uns vertraut scheinen: Insektenkokons, Knochenwirbel, oder Segmente aus riesigen Eismassen. Luft, Eis und Glas verschmelzen miteinander. Die Grenzen zwischen den Elementen verschwinden."

Bei allen Interpretationen ihres Werkes stößt der Betrachter immer wieder auf die Zeit. Michèle Perozeni: "Schon recht früh empfand ich in meinem tiefsten Inneren, wie die Zeit vergeht." Perozeni spricht von der kosmischen Linie des täglichen Sonnenuntergangs, von "der Vorstellung des Übergangs von Realität zu Phantasie", in die die Welt unversehens umschlägt.

 

 

Michèle Perozeni:

Mineralwelt mit unendlichen Entfernungen
Das Werk lässt mich in ein strahlendes, poetisches Reich eintreten,
das mich mit auf eine Reise nimmt.
Nicht greifbare, verwässerte Materie,
flüchtige Bewegungen,
gefrorenes Wasser, verdampfte, aufgelöste Farbpigmente.
Weiss, blau, grau, indigo.
Der Himmel und die Erde vereint.
Das Licht scheint nirgendwo herzukommen
Mein Blick strebt zu Mitte
an die Grenze zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.

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perozeni_nuit_apres_nuit Michèle Perozeni - nuit après nuit perozeni_le_fleuve_sideral Michèle Perozeni - le fleuve sideral perozeni_interieur Michèle Perozeni - interieur