Franz Xaver Höller
„Magische Tiefe zwischen zwei Polen“

20. März - 30. September 2016

 

Die Skulpturen von Franz-Xaver Höller leben von Polarität. Mit dem Glas geht der Bildhauer meisterlich um. Er formt seine Ballons, Schalen und Figuren zu ästhetischen Paaren, schleift und graviert, bis deren besondere Aura besticht. Meist schafft er Paare, die ähnlich scheinen, aber sich in Details unterscheiden. Seine Werke thematisieren die Pole zwischen Chaos und Ordnung, Bindung und Lösung, Einfalt und Vielfalt.

Höller lässt sich dabei von der Natur und dem Menschen inspirieren, der Polarität wie Leben und Tod oder Tag und Nacht. Er formuliert in seinen Glasobjekten  das Bindende und das Trennende.

Die Galerie B  widmet ihm eine Einzelausstellung und präsentiert auch mehrere der hauchdünnen und aufwendig bearbeiteten „Ballon“ - Skulpturen. Sie bestechen durch ihre schlichte Klarheit, sind mal zart oder dickwandig und leben durch die meisterhafte Gravur der Oberfläche. Dadurch dass er die Oberfläche bearbeitet, öffnet Höller den Blick für die Tiefe.

In Fachkreisen zählt Franz-Xaver Höller inzwischen weltweit zu den besten Künstlern, die mit dem Material Glas umgehen. Nur sehr wenige der unheimlich aufwendigen Arbeiten verlassen jährlich sein Atelier.

Im Glasmuseum Frauenau war bis Ende Februar eine große Höller-Retrospektive zu sehen. Einige Arbeiten aus dieser Ausstellung werden nun auch in der Galerie B gezeigt.

Franz-Xaver Höller überschreitet Grenzen in seinen Arbeiten und Kontinente bei Reisen. Er hält Workshops in Australien und den USA. Seine Objekte sind unter anderem in der Sammlung des Hokkaido Museums in Japan, im Museum Boymans Rotterdam, in den Kunstsammlungen der Veste Coburg und im Corning Museum of Glass in New York.

„Nur Glas und ich und ich und Glas, meine Arbeit ist ein ständiges Suchen und Finden“, so beschreibt es der Künstler selbst. Franz-Xaver Höller ist 1950 geboren und absolvierte an der Glasfachschule in Zwiesel die Ausbildung zum Glasgestalter. 1978 schloss er das Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie in München ab und begann als freischaffender Bildhauer. Seit 1981 lehrt Franz-Xaver Höller an der Glasfachschule in Zwiesel.

„Meine keilförmigen Doppelelemente sind auf den ersten Blick schon durch ihr Format definiert, ihre differenzierte Binnengestaltung ist allerdings vielschichtig“, erläutert Höller. 

Zueinander geneigte Flächen und geritzte Linien sowie Grate ergeben die Formen. Sie wirken angeschnitten, ja abrupt unterbrochen und verweisen auf eine größere Ausdehnung. Man könnte meinen diese Formen finden ihre Fortsetzung entweder im unmittelbar umgebenden Raum, im Pendant oder in sich selbst.

Das Keilende beziehungsweise die schmalste Kante spaltet sich und mutiert auf diese Weise zu einem offenen, fragilen Etwas. Der Keil verliert damit sein Selbst.

„Diese dialektischen Beziehungen setzen sich nahezu endlos fort und lassen die Paare vielleicht über die Zeit hinaus lebendig bleiben“, reflektiert Höller seine Arbeit.

Für Franz-Xaver Höller ist das Glas substanzieller Träger von Form und Inhalt. Es verleiht beiden magische Tiefe.

FX Hoeller in der Galerie B

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