Nicole Chesney
„Sky / Water”
20. April 2008 - 31. Juli 2008

Verspiegeltes Glas ist die Leinwand für die amerikanische Künstlerin Nicole Chesney. „Wie Nebel, der in der Luft hängt und Wolken, die über den Himmel ziehen“ beschreibt die Künstlerin selbst ihre Arbeiten. Kritiker sprechen von einer „feinen Art sinnlicher Ölgemälde auf sandgestrahltem Spiegelglas“. Vom 20. April bis zum 31. Juli 2008 stellt die 37jährige Amerikanerin ihre Arbeiten in der Galerie B, Glas der Gegenwart in Sinzheim/Baden-Baden aus. Es ist die erste große Einzelausstellung der Künstlerin in Deutschland. Nicole Chesney gilt als großes Talent und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Darunter der Rakow Award des Corning Museum of Glass, der Urban Glass Award und der Jutta Cuny-Franz-Preis.

Francine Koslow Miller ist Professorin für Kunstgeschichte in Boston. Sie schreibt über Nicole Chesney: “Mehr malerisch als dekorativ haben diese meditativen, weich abschattierten Arbeiten mehr mit der modernistischen Tradition des Abstrakten Expressionismus mit Farbfeldmalerei und Minimalismus- wie sie Maler wie Mark Rothko oder Robert Ryman erforscht haben- gemeinsam als mit traditionellem Kunsthandwerk. Mehr als jedes andere Material lässt Glas Chesney die Freiheit, den flüchtigen Augenblick festzuhalten, den sie sucht.“

Francine Koslow Miller, die auch Korrespondentin des renommierten Kunstmagazins „Artforum International“ ist, beschreibt auch die Technik des künstlerischen Schaffens von Nicole Chesney: „ Der technische Prozess beginnt mit der Vorbereitung des sandgestrahlten Industrieglasspiegels mit einer klaren Glasur. Das ähnelt der Grundierung einer Leinwand. Dann benutzt sie gewöhnliches Seidenpapier als Pinsel, in dem sie vorsichtig Schichten von satten Ölpigmenten aufbaut. Es entstehen abstrakte Entsprechungen von Nebel, Wolken und Horizontlinien. Da das natürliche Licht in ihrem Atelier wechselt, verbringt Chesney oft den ganzen Vormittag damit die Farbe auf das Glas zu tupfen. Die Nachmittage werden oft gebraucht, um das Pigment mit Seidenpapier wieder zu entfernen. Das ähnelt der Aquatinta-Technik der Maler. Es entstehen Oberflächen wie gefärbt oder in Glas geätzt.“

Nicole Chesneys kontemplative, subtil leuchtende Bilder sind unbestreitbar schön. Ihre poetische Bildkraft zeugt vom Einfluss des französischen Philosophen Gaston Bachelard. So ist es eine Reminiszenz an Bachelards philosophische Interpretation von Traum und Träumerei, wenn sie sagt, es sei die Aufgabe des Künstlers, „den Sinn für das Wunderbare zu vermitteln.“ In ihren Arbeiten führt sie die Erfahrungen mit Luft, Wasser und Atem, beziehungsweise der Verbindung von Luft und Wasser, fort, indem sie sichtbar macht, wie Feuchtigkeit und Atem Luft quasi greifbar werden lassen.

Nicole Chesney sagt über Ihre Arbeit: „Ölmalerei auf Glas leuchtet und erinnert an Nebelschwaden, die in der Luft wabern, Wolken, die am Himmel ziehen - es sind buchstäblich Feuchtigkeit und Schwüle, also das, was Wasser in der Luft bindet, die auch den „Spiegel“ des Himmels verschleiern. Oft ist es die Verbindung der beiden Elemente Luft und Wasser, die einen nicht begrenzten, saumlosen und unverspiegelten Spiegel schafft, der den Horizont zerfließen lässt und das Jenseitige zum Vorschein bringt.

„Zur Eröffnung der Ausstellung am 20. April 2008 in der Galerie B spricht Bettina Tschumi, Kuratorin des Museums für Design und angewandte Kunst (mudac) in Lausanne.


onceagain

anhoursimpression an hours impression 75cm x 50cm x 2,5cm assent assent 63cm x 78cm x 2,5cm bide2 bide 2 90cm x 180cm x 2,5cm constant constant 120cm x 80cm Lull2 lull 2 120cm x 52cm x 2,5cm mien1 Mien 1 75cm x 50cm x 2,5cm onceagain once again 63cm x 78cm x 2,5cm rising1 Rising 10 90cm x 90cm x 2,5cm whist Whist 62cm x 78cm wisdomofevening wisdom of evening 90cm x 195cm x 2,5cm